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Grundsätze

Zuletzt verändert: 15.03.2008

Zweisprachiger Unterricht: Grundsätze und Erfahrungen

 

Grundsätze

 Erfahrungen

1

Didaktik: Redundanz

Inhalte kommen gezielt in mehreren Formen und wiederholt vor (z.B. schriftlich, mündlich, Bilder und Symbole etc.)

Zeitproblem (Allerdings ist R. ja generell oft selbstverständlich.)

2

Didaktik: Echokorrektur

Korrektur von mündlichen Fehlern: unmittelbare korrigierte Wiederholung durch LP (gezielt, aber beiläufig)

Lernende müssen diese E. verstehen und nutzen lernen
3

Didaktik: Hilfestellungen für Text- und Hörverständnis

(Fach)Wortschatz aufbauen, grafische Hervorhebungen bzw. Strukturierung, Veranschaulichung, Gestik u.a.m. einsetzen.

Arbeitsintensiv (Tipp: Kooperation, Material-Austausch, Entlastung)

4

Didaktik: Kenntnis der sprachlichen Fähigkeiten von Lernenden und LP
(Vgl. 7 und 8)

Input und Anforderungen anpassen. Gezielte Förderung und Forderung von sprachlichen Fortschritten.

‚Zweite didaktische Dimension‘ für LP anspruchsvoll, aber lernbar; sich eigene gängige Praxis bewusst machen.

5

Didaktik: Zeit nehmen für sprachliche Aspekte des Fachinhalts

Positive Funktion der Sprache für Inhalte anerkennen, erfahren

Zeitbedarf nur am Anfang grösser. Stoff kann oft mit Gewinn gestrafft werden.

6

Didaktik: Sprachliche Ziele zusätzlich zu fachlichen Zielen

Fördern, mindestens bewahren von mitgebrachten L2-Fähigkeiten.
(NICHT Sprachunterricht; verbindliche sprachliche Lernziele sind Sache des Sprachunterrichts.)

Klare Erfolge, wenn LP sich weiterbildet; sprachliche Förderung bewusst und regelmässig einbeziehen.

7

5 Sprachfertigkeiten unterscheiden und einbeziehen:

Hören, Lesen, an Gesprächen teilnehmen, zusammenhängend sprechen, schreiben.
Künftig werden alle Lernenden ihr «Sprachenportfolio» aus der Volksschule mitbringen: www.sprachenportfolio.ch

Verlangt Methodenvielfalt; vgl. 8
8

6 Niveaus des Europ. Referenzrahmens als Massstab

A1, A2, B1, B2, C1, C2 für jede der 5 Fertigkeiten

Vgl. 7
9

Didaktik: Rekurs auf vorhandene andere Sprachen;
Sprache(n) selbst werden bei Gelegenheit zum Thema.

Sprachvergleiche, Ableitungen, Kombinationen, Sprachkreationen... (je nach vorhandenen anderen Sprachen bzw. Kenntnissen)

Klassenpotenzial nützen.
Nutzen d. L1-Kenntnisse.
Chancen: Inhalte besser verstehen dank mehrerer Blickwinkel, ‚Sprachaufmerksamkeit‘

10

Kooperation mit Sprachlehrer/in

Mindestens gegenseitige Information, ev. inhaltliche und methodische Absprachen, optimal ist konkrete Kooperation. (Je nach organisatorischen u/o personellen Möglichkeiten)

Grosses Potenzial bei gegenseitiger Lernbereitschaft und langfristigem Engagement

11

Voraussetzungen auf Seiten der LP

Sattelfest in Fachinhalt und Fachdidaktik
Sprachliche und sprachdidaktische Interessen und Lernbereitschaft
‚Native speaker‘: Erfahrung mit L2-Spracherwerb erforderlich

Freiwilligkeit, Weiterbildung

 
12

Voraussetzungen auf Seiten der Lernenden

Motivation; Reflexion der immersiven Situation; vorgängiger u/o begleitender Sprachunterricht

Wenn Voraussetzungen fehlen: Wenn möglich Alternative anbieten.

13

Voraussetzungen auf Seiten der Schule

Schule muss Immersion und entspr. Implikationen kennen, unterstützen, regeln (wo hilfreich) und nach innen und aussen kommunizieren.

„Schulkonzept“: Vereinbarung zwischen bilingual unterrichtenden LP  und Schulleitung



Abkürzungen (vgl. auch Glossar)

- L1, L2, L3 ...    Erstsprache, Zweitsprache etc.
- LP                    Lehrperson(en)

 

«Plattform 2. Sprache» | www.2sprachen.ch | www.2langues.ch                                         12. 2007 / W. Nabholz

 

 

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