Grundsätze
Zweisprachiger Unterricht: Grundsätze und Erfahrungen
|
Grundsätze |
Erfahrungen |
|
|
1
|
Didaktik: Redundanz Inhalte kommen gezielt in mehreren Formen und wiederholt vor (z.B. schriftlich, mündlich, Bilder und Symbole etc.) |
Zeitproblem (Allerdings ist R. ja generell oft selbstverständlich.) |
|
2
|
Didaktik: Echokorrektur Korrektur von mündlichen Fehlern: unmittelbare korrigierte Wiederholung durch LP (gezielt, aber beiläufig) |
Lernende müssen diese E. verstehen und nutzen lernen
|
|
3
|
Didaktik: Hilfestellungen für Text- und Hörverständnis (Fach)Wortschatz aufbauen, grafische Hervorhebungen bzw. Strukturierung, Veranschaulichung, Gestik u.a.m. einsetzen. |
Arbeitsintensiv (Tipp: Kooperation, Material-Austausch, Entlastung) |
|
4
|
Didaktik: Kenntnis der sprachlichen Fähigkeiten von Lernenden und LP Input und Anforderungen anpassen. Gezielte Förderung und Forderung von sprachlichen Fortschritten. |
‚Zweite didaktische Dimension‘ für LP anspruchsvoll, aber lernbar; sich eigene gängige Praxis bewusst machen. |
|
5
|
Didaktik: Zeit nehmen für sprachliche Aspekte des Fachinhalts Positive Funktion der Sprache für Inhalte anerkennen, erfahren |
Zeitbedarf nur am Anfang grösser. Stoff kann oft mit Gewinn gestrafft werden. |
|
6
|
Didaktik: Sprachliche Ziele zusätzlich zu fachlichen Zielen Fördern, mindestens bewahren von mitgebrachten L2-Fähigkeiten. |
Klare Erfolge, wenn LP sich weiterbildet; sprachliche Förderung bewusst und regelmässig einbeziehen. |
|
7
|
5 Sprachfertigkeiten unterscheiden und einbeziehen: Hören, Lesen, an Gesprächen teilnehmen, zusammenhängend sprechen, schreiben. |
Verlangt Methodenvielfalt; vgl. 8
|
|
8
|
6 Niveaus des Europ. Referenzrahmens als Massstab A1, A2, B1, B2, C1, C2 für jede der 5 Fertigkeiten |
Vgl. 7
|
|
9
|
Didaktik: Rekurs auf vorhandene andere Sprachen; Sprachvergleiche, Ableitungen, Kombinationen, Sprachkreationen... (je nach vorhandenen anderen Sprachen bzw. Kenntnissen) |
Klassenpotenzial nützen. |
|
10
|
Kooperation mit Sprachlehrer/in Mindestens gegenseitige Information, ev. inhaltliche und methodische Absprachen, optimal ist konkrete Kooperation. (Je nach organisatorischen u/o personellen Möglichkeiten) |
Grosses Potenzial bei gegenseitiger Lernbereitschaft und langfristigem Engagement |
|
11
|
Voraussetzungen auf Seiten der LP Sattelfest in Fachinhalt und Fachdidaktik |
Freiwilligkeit, Weiterbildung |
|
12
|
Voraussetzungen auf Seiten der Lernenden Motivation; Reflexion der immersiven Situation; vorgängiger u/o begleitender Sprachunterricht |
Wenn Voraussetzungen fehlen: Wenn möglich Alternative anbieten. |
| 13 |
Voraussetzungen auf Seiten der Schule Schule muss Immersion und entspr. Implikationen kennen, unterstützen, regeln (wo hilfreich) und nach innen und aussen kommunizieren. |
„Schulkonzept“: Vereinbarung zwischen bilingual unterrichtenden LP und Schulleitung |
Abkürzungen (vgl. auch Glossar)
- L1, L2, L3 ... Erstsprache, Zweitsprache etc.
- LP Lehrperson(en)
«Plattform 2. Sprache» | www.2sprachen.ch | www.2langues.ch 12. 2007 / W. Nabholz



